Tierschutzgesetz nimmt Hundeschulen in die Pflicht – BHV begrüßt Debatte

Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater erfreut über geplante Erlaubnispflicht

Pressemeldung der Firma Medienbüro Gäding - Marcel Gäding

Erfreut reagiert der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV) auf die geplante Novellierung des Tierschutzgesetzes. Nach derzeitigem Stand sollen alle Hundeschulen in der Bundesrepublik künftig der sogenannten Erlaubnispflicht unterliegen und zumindest ein Mindestmaß an Sachkunde nachweisen. „Das ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung“, sagt Rainer Schröder, der 1. Vorsitzende des Berufsverbandes der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV). Der BHV setzt sich seit seiner Gründung für eine bundeseinheitliche Ausbildung von Menschen ein, die Hunde trainieren.

„Bei der Erziehung von Hunden geht es nicht darum, einem Hund Tricks beizubringen, sondern Mensch und Hund zu einem Team auszubilden“, sagt Rainer Schröder. Die Praxis in vielen Hundeschulen sieht jedoch anders aus: Wider besseren Wissens setzen viele Anbieter auf längst überholte, fragwürdige Ausbildungsmethoden und schrecken mitunter auch vor Gewalt nicht zurück. „Ein gut erzogener Hund kann mehr als Sitz, Platz und Fuß“, sagt Schröder. Genau das vermittelt ein kompetenter, gut ausgebildeter Hundeerzieher und Verhaltensberater einfühlsam mit Rücksicht auf das empfindliche Wesen eines Hundes.

Der BHV sieht in der geplanten Änderung des Tierschutzgesetzes einen Qualitätssprung. Derzeit beraten die Gremien des Bundesrates. Bislang darf sich jeder Hundetrainer nennen – es muss hierfür lediglich ein Gewerbe angemeldet werden. Zahlreiche Betreiber von Hundeschulen schmücken sich deshalb mit nicht anerkannten Zertifikaten und Diplomen, haben meist nur Wochenendkurse besucht. Der BHV indes kooperiert in der kompetenten Ausbildung von Hundeerziehern und Verhaltensberatern mit der Industrie- und Handelskammer Potsdam und bietet gemeinsam mit der IHK Zertifizierungslehrgänge an, in denen namhafte Dozenten unterrichten. „Wer als Hundetrainer ohne Ausbildung arbeitet, der ist eine Gefahr auch für die Sicherheit“, sagt Schröder unmissverständlich. Durch mitunter falsch weitergegebene Informationen an Hundehalter kommt es immer wieder zu Konflikten mit dem eigenen Hund oder gar Beißvorfällen, weiß der BHV. „Nur ein gut ausgebildeter Hundeerzieher und Verhaltensberater ist im Stande, ganz individuell auf Hund und Halter einzugehen“, erklärt Schröder weiter.



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    • Hundetraining in einer Hundeschule in Berlin. Foto: BHV/ Marcel Gäding
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Aug01

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