Altes Weberhandwerk in kühlem Keller

Pressemeldung der Firma Freilichtmuseum Beuren

Am Sonntag, den 9. September, geht es im Freilichtmuseum in Beuren bei einer Handwerksvorführung hinunter in den Keller eines Weberhauses. Hier demonstriert Tiina Kirsi Kern aus Nürtingen zwischen 13 und 17 Uhr die Arbeit an einem Handwebstuhl. An dem Flachwebstuhl aus dem 19. Jahrhundert wird die Weberin Leinengarn zu Leinwand verarbeitet. Dieses aus Flachs hergestellt Garn braucht, damit es gut verwoben werden kann, ein feuchtes Raumklima. Aus diesem Grund standen die Webstühle auf der Alb in Kellern, in den sogenannten Weberdunken. Ins Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen wurde eines der letzten Weberhäuser der Alb mit solch einem Webkeller versetzt, um dieses einst in Laichingen wichtige Handwerk und die damaligen Arbeitsbedingungen zeigen zu können. Vor 200 Jahren war Laichingen ein bedeutendes Leinenweberzentrum in Württemberg.

Bei heißem Wetter mag der Aufenthalt in der Dunk, dem kühlen, mit Lehmboden versehenen Keller im Weberhaus, recht angenehm sein. Bei niedrigen Temperaturen jedoch löste der Aufenthalt im Keller des Hauses, das ursprünglich auf der „Rauhen Alb“ stand, keine Wohlgefühle aus. Weber litten oft an Erkältungskrankheiten, da die Arbeit im feuchten Keller der Gesundheit abträglich war. Auf die Menschen wurde wenig Rücksicht genommen, dem zu verarbeitenden Material, dem Flachs der Leinpflanze, kam das Klima zugute.

Das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren ist im September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, ab 1. Oktober bis 4. November dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr.

Das Veranstaltungsprogramm 2012 kann kostenlos angefordert werden und wird auf der Homepage ausführlich vorgestellt.

Freilichtmuseum Beuren, Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur, In den Herbstwiesen, 72660 Beuren, E-Mail: info@freilichtmuseum-beuren.de, Infotelefon +49 (7025) 91190-90, Fax +49 (7025) 91190-10 www.freilichtmuseum-beuren.de



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Dateianlagen:
    • Im Freilichtmuseum Beuren steht eines der letzten Weberhäuser der Schwäbischen Alb, in der "Weberdunk" arbeitet am 9. September eine Weberin


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Sep03

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